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gedacht
Heute fühlen wir uns in der Welt daheim. Und damit auch kommende Generationen – seien dies nun unsere eigenen Nachkommen, die unserer Gäste oder Mitarbeiter – weiterhin Raum zum Wachsen, für die persönliche Entfaltung und das Glück vorfinden, sehen wir uns heute mehr denn je in der Pflicht.
Aus unserer tradierten Verantwortung als Unternehmer und Gastgeber, als Mütter und Väter hat sich eine Tradition ohne Scheuklappen entwickelt. Eine Tradition, die zuversichtlich nach vorne schaut und einen Rahmen für zukunftsorientiertes, engagiertes Handeln bildet.
Die Neue Tradition im Holzner.
Die Neue Tradition ist vorausschauend und umfassend. Sie soll uns und kommenden Generationen als Grundlage für zukunftsorientiertes Handeln dienen. Sie berücksichtigt die menschliche und soziale Komponente, ohne die nachhaltiges Handeln abstrakt und im technischen Raum isoliert bleibt.
Diesen Weg gehen wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden, unseren Partnern und Lieferanten, den Menschen am Ritten und nicht zuletzt mit unseren Gästen.
Die Neue Tradition leben
Was uns bei diesen Entscheidungen leitet, haben wir in unserer Nachhaltigkeitsrichtlinie festgehalten.
Ein Haus, das seit 1908 Gäste empfängt, braucht Wärme und Strom. Gleichzeitig möchten wir die historische Substanz bewahren und sie mit den Möglichkeiten von heute weiterentwickeln.
Seit 2008 versorgt ein eigenes Hackschnitzelheizwerk das Hotel und die Privathäuser der Familie Holzner mit Wärme. Es wird mit Hackschnitzeln aus Südtirol betrieben und wurde 2018 im Zuge der Hotelerweiterung ausgebaut.
2017 haben wir 253 historische und neuere Lampen und Kronleuchter mit LED-Technik ausgestattet. So konnten auch die originalen Jugendstilleuchten erhalten bleiben.
2019 stellte das Holzner seine Stromversorgung auf den Tarif „Green Energy“ um.
In unserer Garage stehen mehrere Ladestationen für Elektroautos bereit.
Unser Energieverbrauch 2025:
EarthCheck erfasste 654,69 Megajoule je Übernachtung. In Megajoule lassen sich die verschiedenen Energiequellen des Hauses gemeinsam darstellen: 87,6 Prozent entfielen auf die Wärmeerzeugung, 12 Prozent auf Strom und 0,4 Prozent auf den erfassten betrieblichen Straßenverkehr.
Wasser ist kostbar. Auf dem wasserarmen, trockenen Ritten, der über kaum Trinkwasserquellen verfügt und wo der Boden durch den felsigen Untergrund Regen- und Schmelzwasser nicht gut speichern kann, spüren wir das besonders stark und haben so über die Zeit gelernt, sparsam mit dieser wertvollen Ressource umzugehen.
Seit den 1970er-Jahren sammeln wir Regenwasser. Unsere Zisternen fassen heute zusammen 66 Kubikmeter; das Wasser nutzen wir unter anderem für den Park und die Tennisplätze, ohne dafür Trinkwasser zu benötigen.
Auch im Haus haben wir Abläufe verändert: Handtücher und Bettwäsche werden auf Wunsch gewechselt statt automatisch jeden Tag. Seit 2020 waschen wir die Wäsche in der hauseigenen Wäscherei mit einem biologisch abbaubaren Waschmittel.
2023 statteten wir die Wasserhähne mit wassersparenden Einsätzen aus. Dazu kommen sparsame Duscharmaturen und Toiletten mit zwei Spülmengen.
Unser Wasserverbrauch:
2025 waren es 361,66 Liter je Übernachtung; EarthCheck weist für die regionale Vergleichsgruppe 652 Liter aus. Der gesamte erfasste Verbrauch sank von 11,62 Millionen Litern im Jahr 2022 auf 9,93 Millionen Liter im Jahr 2025.
Der Park gehört seit Generationen zum Holzner. Zwischen den alten Bäumen, Hecken und Wegen finden Gäste Ruhe und viele Tiere einen Lebensraum. Beides möchten wir erhalten.
Auf den rund 10.000 Quadratmetern wachsen mehr als 59 Bäume aus über zehn Arten. Einige sind älter als hundert Jahre. Ihr Zustand wird regelmäßig fachkundig beurteilt; wo nötig, werden sie gepflegt und gesichert.
2023 haben wir im Park 41 Nisthöhlen für Vögel und eine Fledermaushöhle angebracht.
Wir beteiligen uns auch an Aktionen außerhalb unseres Gartens. Am 28. Mai 2024 half das Holzner bei einer Pflanzaktion des Tourismusvereins und der Forststation Ritten auf einer durch Windwurf beschädigten Fläche in Pemmern mit. Gemeinsam pflanzten die Beteiligten 300 Bäume.
Im Mai 2026 waren wir bei einer weiteren Aktion in Oberinn dabei. Unter Anleitung der Forststation pflanzte die Gruppe junge Sträucher auf einer kahlen Fläche beim Bogenparcours RiArco. Zusammen mit den dortigen Trockenmauern schaffen Hecken und Sträucher Rückzugsorte für Insekten, Reptilien und andere Tiere.
Was auf den Tisch kommt, erzählt auch von der Gegend, in der wir leben. Die Vielfalt der Südtiroler Landwirtschaft, ihrer Produzenten und Weine möchten wir für unsere Gäste erlebbar machen.
Seit 2013 geben wir Südtiroler Weinen auf unserer Weinkarte und in der Vinothek einen besonderen Platz. Für dieses Engagement wurde das Holzner mit dem Südtiroler Weinkulturpreis ausgezeichnet. Im Restaurant 1908 vereint die Weinkarte renommierte Namen und kleinere Weinbaubetriebe aus den unterschiedlichen Anbaugebieten Südtirols. 2026 erhielt sie beim Grand Selection Award Wine List von HENRIS die Auszeichnung „Best Regional Selection“.
2021 führten wir die Neue Traditionsküche ein. Saisonale Produkte und die Zusammenarbeit mit kleineren Produzenten aus der Umgebung bilden seither den Ausgangspunkt für unser gastronomisches Angebot. Wir haben das Angebot an pflanzlichen Gerichten erweitert und Meeresfisch von der Speisekarte genommen.
2022 haben wir auch unsere Barkarte neu ausgerichtet. Heute geben wir Getränken und Spirituosen aus Südtirol und dem übrigen Italien mehr Raum: von heimischen Bieren und Destillaten bis zu alkoholfreien Alternativen. Internationale Klassiker ergänzen die Auswahl. Unser Tee wird von Viropa in Brixen verarbeitet und verpackt. Unseren Kaffee beziehen wir von Julius Meinl. Seit 2022 verwenden wir Kaffeesorten aus dem zertifizierten Bio- und Fairtrade-Sortiment des Unternehmens.
Woher unsere eingekauften Waren kommen:
Bei den über unsere Einkaufsplattform bezogenen Waren entfielen nach Herstellungs- oder Verarbeitungsort 2024 52,32 Prozent auf Südtirol und weitere 28,51 Prozent auf das übrige Italien. 2025 waren es 51,34 Prozent aus Südtirol und weitere 28,65 Prozent aus dem übrigen Italien.
Warenherkunft 2024
Warenherkunft 2025
Ressourcen zu schonen beginnt oft bei Dingen, die im Hotel täglich gebraucht werden: Verpackungen, Reinigungsmittel, Wäsche oder der Ausstattung der Zimmer. Deshalb schauen wir immer wieder darauf, was wir vermeiden, länger nutzen oder anders organisieren können.
2023 haben wir Recyclingstationen eingerichtet und Einweg- und Plastikartikel aus den Gästezimmern entfernt. Seit demselben Jahr entscheiden unsere Gäste täglich selbst, ob ihr Zimmer gereinigt werden soll. Unsere Trinkhalme bestehen aus Kartoffelstärke und Pflanzenfasern.
Seit 2024 setzen wir bei einem großen Teil der Zimmer- und Oberflächenreinigung Trockendampfgeräte ein. Sie erzeugen aus wenig Wasser heißen Dampf, der Verschmutzungen löst und kaum Feuchtigkeit hinterlässt. Auf geeigneten Oberflächen können wir so mit wenig Wasser und ohne zusätzliches Reinigungsmittel arbeiten.
Ebenfalls seit 2024 arbeiten wir mit Re-Cig zusammen: Gesammelte Zigarettenstummel werden aufbereitet und als Rohstoff weiterverwendet.
Im Juli 2025 beteiligte sich das Holzner an einer gemeinsamen Müllsammelaktion des Tourismusvereins Ritten bei Lichtenstern. Die Beteiligten füllten acht Behälter zu je 220 Litern mit altem Schrott, Glas und Plastik. Das Material wurde anschließend zum Recyclinghof gebracht.
Weniger Deponieabfall:
Der erfasste Wert sank von 28.050 Litern im Jahr 2022 auf 20.806,6 Liter im Jahr 2025. Für 2025 weist EarthCheck 0,76 Liter je Übernachtung aus; der regionale Vergleichswert liegt bei 1,61 Litern.
Das Holzner liegt in Oberbozen, wenige Schritte von der Rittner Seilbahn entfernt. So können unsere Gäste Bozen und viele Ziele in Südtirol erreichen, ohne für jeden Ausflug ein Auto zu benötigen.
Seit 2011 erhalten Gäste des Holzner als Mitgliedsbetrieb der RittenCard die Karte für ihren Aufenthalt. Sie ermöglicht die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol und ist im Zimmerpreis enthalten. Mit unserem Angebot „Autofrei ins Holzner“ erleichtern wir auch die Anreise mit dem Zug. Bei rechtzeitiger Anmeldung kann die RittenCard bereits für den Anreisetag vorbereitet werden; unter den Bedingungen des Angebots organisieren wir zudem den Gepäcktransport von zu Hause ins Hotel.
Für Gäste, die mit dem Elektroauto anreisen, stehen Ladestationen zur Verfügung. Auch unser Hotelshuttle fährt elektrisch.
Seit Juni 2025 fragen wir unsere Gäste vor der Anreise, mit welchem Verkehrsmittel sie zu uns kommen. Die Antworten helfen uns, unsere Angebote für die Anreise mit Zug und öffentlichen Verkehrsmitteln dort zu verbessern, wo Gäste sie tatsächlich brauchen.
Das Holzner ist seit vier Generationen Teil des Lebens am Ritten. Ein Haus wie unseres lebt von den Menschen, die hier arbeiten, von seinen Nachbarn und von der Zusammenarbeit mit Betrieben und Vereinen in der Umgebung.
Wir bilden junge Menschen aus und unterstützen unsere Mitarbeitenden dabei, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. 2025 gab es unter anderem Weiterbildungen zu Führung und Zusammenarbeit, Sprachen, Service, Wein und zu nachhaltig arbeitenden Betrieben. Das Holzner unterstützt zudem regionale Vereine und Initiativen, insbesondere im Sport.
Über den eigenen Betrieb hinaus engagiert sich die Familie Holzner für den Tourismus und die Gastkultur Südtirols: Wolfgang Holzner als Präsident des Tourismusvereins Ritten, Maria Holzner als Präsidentin von Historic South Tyrol.
Auch die Geschichte unseres Jugendstilhauses wollen wir lebendig halten: durch die sorgfältige Pflege seiner Architektur und durch die Geschichten, die wir unseren Gästen über das Holzner und die Entwicklung des Tourismus am Ritten erzählen.
Von 2024 bis 2025 nahm das Holzner an ETSM2030 – European Tourism Sustainability Monitoring 2030 teil. Das von der Europäischen Union geförderte Projekt lief von Januar 2023 bis Dezember 2025 und half kleinen und mittleren Tourismusbetrieben, ihre Nachhaltigkeit zu messen und sich international auszutauschen. Gemeinsam mit Eliksir in Polen entwickelten wir ein Projekt, das Gästen die Begegnung mit lokalen Produzenten ermöglicht. Dafür wurden wir im Rahmen von ETSM2030 ausgezeichnet.
Ihre Rückmeldungen helfen uns weiter.
Wir möchten wissen, was gut funktioniert - und ebenso, wo wir besser werden können. Deshalb laden wir auch unsere Gäste ausdrücklich dazu ein, uns Anregungen, Wünsche oder Beschwerden mitzuteilen, am besten bereits während des Aufenthalts. So können wir möglichst unmittelbar darauf reagieren.
Rückmeldungen werden von uns aufgenommen, geprüft und, wenn erforderlich, an die zuständigen Verantwortlichen weitergegeben. Relevante Themen fließen in unsere regelmäßige interne Auswertung ein und helfen uns dabei, Abläufe und Angebote weiterzuentwickeln.
Sie können sich jederzeit persönlich an unsere Mitarbeitenden oder die Rezeption wenden oder uns schriftlich kontaktieren.
Wir möchten wissen, welche Auswirkungen der Betrieb unseres Hauses hat und was sich durch unsere Entscheidungen verändert. Den Treibhausgasausstoß erfassen wir seit mehreren Jahren; seit 2023 nutzen wir dafür Terra Footprint powered by EarthCheck. Über EarthCheck beobachten wir auch unseren Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abfallmengen und können die Ergebnisse über die Jahre vergleichen.
Die Emissionen aus unserem Betrieb: Für 2025 weist EarthCheck 5,34 Kilogramm Treibhausgase je Übernachtung aus der Wärmeerzeugung und weiteren direkten Emissionen im Betrieb sowie dem eingekauften Strom aus. Der regionale Vergleichswert liegt bei 18 Kilogramm. Die Anreise unserer Gäste und die Herstellung eingekaufter Lebensmittel sind in dieser Kennzahl nicht enthalten.
Unabhängig davon überprüfte die Zertifizierungsstelle Vireo für die Bezugsjahre 2023 und 2024 die Einhaltung der GSTC-Kriterien. Auf dieser Grundlage durfte das Holzner die Bezeichnung „GSTC Certified“ führen – eine Voraussetzung für das Südtiroler Nachhaltigkeitslabel Level 3.
2026 bereiten wir uns auf das Audit für „EarthCheck Certified“ vor, das für Oktober vorgesehen ist. Die regelmäßige Messung und die externe Prüfung helfen uns, unsere Maßnahmen weiterzuentwickeln und ihre Ergebnisse nachvollziehbar zu machen.
