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3) Ein trockenes Kapitel- Der Ritten besteht aus Porphyr. Dieses Gestein ist sehr geklüftet. Da sich seit dem Ende der Eiszeit eine zu schwache Verwitterungskrume in Südtirol gebildet hat, welche das Wasser speichern würde, fließt das Regenwasser in unterirdische Speicher ab und ist so für das Hochplateau Ritten für immer verloren.
4) Faszinierendes Kommen und Gehen- Am Ritten gibt es mehrere Erdpyramiden, die kaum an einem anderen Ort in Europa so hoch und formschön „wachsen“, wie hier. Die durch Erosion entstehenden Gebilde sind je nach der Witterung am Ritten einem baldigen Untergang geweiht.
5) Stumme Zeugen der Erdgeschichte- Die Gründe für die Entwicklung der Erdpyramiden liegt weit zurück in der Erdgeschichte: in der Späteiszeit nämlich formte der vom Eisacktaler Hauptgletscher abgelagerte Moränenlehm bis zu 15 m hohe Steilwände. Dort wo größere Steine auf diesem Lehm gelegen haben wurden nun die Erdpyramiden am Ritten buchstäblich heraus gewaschen.
6) Das purpurfarbene Gestein- Der Ritten liegt geologisch im Bereich des Quarzpophyrs. Quarzporphyr ist meist ein hartes Gestein. Sein Aussehen ist recht unterschiedlich, meist hat er aber ein rötliches Aussehen und von dieser Farbe hat er auch seinen Namen erhalten: das mittellateinische Wort porphyreum bedeutet nämlich purpurfarben.
7) Zu Ehren der Heiligen Georg und Jakob- Das ursprüngliche Kirchlein in Oberbozen wird 1289 erstmals erwähnt. Aus dieser Zeit ist aber nur noch wenig erhalten. Die Landhausmauern und die Rundapsis. Im 17. Jahrhundert entstand das Tonnengewölbe und auch die Fenster erhielten die heutige Form. Den Schlüssel für die Kirche bekommen Sie im Tourismusbüro am Bahnhof in Oberbozen (Tel.: +39 0471 345245)
8) Eine Bahn mit Geschichte- 1905 wurde vom Stadtrat in Bozen beschlossen, eine elektrische Zahnradbahn auf den Ritten zu bauen. 1906 rückten die Arbeiter die Baufirma Riehl an, 18 Monate nach dem Baubeginn wurde die Bahn festlich in Betrieb genommen.
9) Der Sommerhitze entrinnen- Vor etwa 500 Jahren hat am Ritten die Sommerfrische begonnen: die wohlhabenden Bozner zogen sich auf den Ritten zurück, um hier der drückenden Hitze des Talkessels zu entrinnen. In den Ortschaften Maria Himmelfahrt, Oberbozen, Lengmoos und Klobenstein zeugen heute noch die prächtigen Bauten vom Glamour der damaligen Zeit.
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